Foto: Marvin Jekel/Deutsche Bahn AG

Stufenweiser Ausbau

Auf Grundlage der erstellten Verkehrsgutachten über die Schienenhinterlandanbindung sowie der verkehrlichen Aufgabenstellung des Bundesverkehrswegeplans wurde ein mehrstufiger Ausbauplan für die Strecke Oldenburg–Wilhelmshaven entwickelt.

Ziel der bereits seit 2003 realisierten Ausbaustufe I war die Beseitigung von Langsamfahrstellen auf der Strecke von Oldenburg nach Wilhelmshaven. In der darauf folgenden Ausbaustufe II erfolgte die Anbindung des JadeWeserPorts an diese Strecke. Der zweigleisige Ausbau sowie die Elektrifizierung der Strecken Oldenburg–Wilhelmshaven und Sande–JadeWeserPort bilden den Kern der Ausbaustufe III. Zusätzlich werden in dieser Stufe Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, die Signal- und Gleisanlagen erneuert, der Schienenuntergrund für die Erhöhung der zulässigen Achslast angepasst und so die Geschwindigkeit auf 120 Kilometer pro Stunde ermöglicht.

Die abgeschlossenen Ausbaustufen in der Übersicht:

Ausbaustufe I: Beseitigung von Langsamfahrstellen

  • Beseitigung der Langsamfahrstellen in den Abschnitten zwischen Rastede und Hahn sowie zwischen Jaderberg und Varel
  • Durchgehende Befahrbarkeit mit 100 Kilometer pro Stunde

Fertigstellung: 2003

Ausbaustufe II: Anbindung des JadeWeserPorts

Die zweite Baustufe ist in mehrere Abschnitte und Realisierungsstufen unterteilt.

Weißer Floh–Ölweiche (seit 2011 in Betrieb):

  • Einrichtung eines Kreuzungsbahnhofs in Accum
  • Aufrüstung des Industriestammgleises mit Einbau neuer Leit- und Sicherungstechnik
  • Einführung des Regelzugbetriebes (bisher nur Rangierbetrieb)
  • Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen in Accum

Sande-Nord–Weißer Floh:

  • Neubau des Gleises in Parallellage (April 2014­­-August 2018)
  • Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen


Ausbaustufe IIIa: durchgehende Zweigleisigkeit

  • Durchgehend zweigleisiger Ausbau zwischen Rastede und Varel
  • Untergrundverbesserung zwischen Rastede und Varel
  • Ertüchtigung der bereits vorhandenen zweigleisigen Abschnitte
  • Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen in Rastede, Hahn, Jaderberg und Varel

Das Elektronische Stellwerk (ESTW) wurde 2012 fertiggestellt. 2013 fand die Inbetriebnahme des Streckenabschnitts statt. Die gesamte Ausbaustufe wurde 2014 abgeschlossen.

Die aktuellen Ausbaustufen in der Übersicht:

Ausbaustufe IIa: Bahnverlegung Sande

  • Verlegung des zweigleisigen Streckenabschnitts östlich der Ortschaft Sande
  • Rückbau des bisherigen eingleisigen Streckenabschnitts sowie der Bahnübergänge im Ort
  • Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen

Das Planrecht für die Ausbaustufe wurde bestätigt, der Baubeginn ist 2018.

Ausbaustufe IIIb: Elektrifizierung und Ertüchtigung

  • Elektrifizierung der gesamten Ausbaustrecke (ABS)
  • Streckenertüchtigung und Untergrundverbesserung zwischen Oldenburg–Rastede und Varel–Sande
  • Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen in den Planfeststellungsabschnitten 1, 4, 5 und 6
  • Anhebung der Streckengeschwindigkeit von 100 auf 120 Kilometer pro Stunde zwischen Oldenburg und Sande
  • Erhöhung der zulässigen Radsatzlast von 22,5 auf 23,5 Tonnen
  • Neubau eines Elektronischen Stellwerks (ESTW) in Sande
  • Einrichtung eines Kreuzungsbahnhofs an der Ölweiche (PFA 6)
Grafik EU-Förderhinweis
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
PFA 1 Oldenburg–Rastede-Neusüdende
PFA 2 Rastede–Hahn
PFA 3 Jaderberg–Varel
PFA 4 Varel–Sande
PFA 5 Sande–Wilhelmshaven
PFA 6 Weißer Floh–Ölweiche
Bahnverlegung (BV) Sande
Ausbaustufe I: Beseitigung von Langsamfahrstellen
Ausbaustufe II: Anbindung des JadeWeserPorts
Ausbaustufe IIIa: Durchgehende Zweigleisigkeit
Ausbaustufe IIIb: Elektrifizierung und Ertüchtigung

Projektbroschüre

Broschüre Gesamtprojekt